Ivory Coast

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Bericht
Heimfahrt

 

1977-1981 / Elfenbeinküste

GESCO/Zschokke SA
(Groupement d`Entreprises Suisse de Construction)

Vermesser für die Autobahn Abidjan - Yamoussoukro, Elfenbeinküste /Westafrika

Lange Zeit wurde die Elfenbeinküste  auch die Schweiz Afrikas genannt. Leider haben aber auch hier Miss- und Vetternwirtschaft einiges ins Arge gebracht.

Ansonsten ist die Elfenbeinküste  reich an Mineralien, Kakao, Kaffee, Palmöl, Ananas (Migros importiert meines Wissens immer noch die Ananas von hier), Holz, usw.

Die Autobahn Abidjan - Yamoussoukro sollte hauptschlich den schnellen Transport von Gütern vom Landesinnern in die Hafenstadt sicherstellen. Nicht unbedeutend war wahrscheinlich auch, dass der Präsident aus Yamoussoukro stammte....

 

 

Die Autobahn in der Elfenbeinküste  war meine erste Auslandbaustelle und hat auf mich persönlich natürlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Hier entdeckte ich auch meine Leidenschaft für das Motorrad fahren!

 

Aber beginnen wie am Anfang...

Ja - die gab es damals noch... Zürich - Abidjan...

 

Abidjan ist die Hauptstadt der Elfenbeinküste . Da der Präsident aus Yamoussoukro stammte, versuchte er, dieses Dorf zur Hauptstadt zu machen - was glücklicherweise nicht gelungen ist. Abidjan ist eine der teuersten Städte der Welt, es hat mir da aber immer sehr, sehr gut gefallen. Ausgehen, Bars, Kinos,...

Pardon, ich wollte ja von der Baustelle berichten...

 

Der Hafen spielt natürlich eine zentrale Rolle...

 

 

Bericht aus der Kern-Zeitschrift...

 

Um eine Autobahn im afrikanischen Busch zu bauen, muss zuerst einmal eine grobe Absteckung der Achse für die Rodung durch den dichten Urwald angegeben werden. Das war nicht immer ganz ungefährlich und vor allem recht anstrengend (ziemlich feucht und heiss)...

Dieses Foto erschien übrigens in der Kern-Zeitschrift. Mehr Infos hier oder aufs Bild klicken.

 

 

Nach der Rodung des Urwaldes erfolgte die Absteckung für die Trassierung. Schüttungen und Abtragungen bis zu 25m Höhe waren nicht unüblich...

Nun wurden als erstes die Bauwerke (Unterführungen, Durchlässe, Brücken, etc.) erstellt... Bereits von Beginn weg - auch ohne Belag - wurde die gerodete Strasse sofort als Transportweg genutzt...

 

Terrassement (Erdbau)

In einem nächsten Schritt kam das 'Terrassement' (der Erdbau) ins Spiel. Diese Caterpillar-Riesenbrummer hobeln die Erde mittels 'Schubladen' an einem Ort ab und schütten diese am anderen Ort auf. Diese 'Fahrzeuge' sind bis 60km/h schnell und können lebensgefährlich sein

Oben: Dieser Scraper wird von einem Bulldozer gestossen. Abladen kann er anschliessend selber, indem einfach die Schublade unten geöffnet und der Dreck nach vorne heraus gedrückt wird. Falls diese Erklärungen nicht genügen, ich habe bei mir Zuhause ein Modell und kann euch das Ganze genauer zeigen...

Unten: Diese Maschine kann im Gegensatz zum Modell oben auch alleine laden. Hierzu darf allerdings die Erde nicht zu fest sein, sonst kommen die 'Ripper' vom Bulldozer oben zum Einsatz...

 

Vermesser

Hart arbeitende Vermesser waren natürlich immer sehr gefragt... Böse Zungen behaupten: Wenigstens für die Foto-Termine...

 

Unterbau

Der Unterbau (ca. 60cm) wurde mit vor Ort vorhandenem kieshaltigem Material zum Teil mit Zement vermischt, eingebaut, verdichtet und exakt ausnivelliert...

Solche riesen Böschungen müssen natürlich gehegt, gepflegt und auch angepflanzt werden, sonst sind sie beim nächsten Regen 'den Bach runter'...

 

Immer wieder gefragt und lässig waren auch die 'Vermesser-Partys'...

Zu Essen gab es Lamm und Huhn (alles frisch natürlich), zum Trinken Bier, Palmwein, ...

 

Kieseinbau

Klar was jetzt kommt - Kies, Kies, Kies und nochmals Kies. Aus dem eigenen Steinbruch werden verschiedene Kiesgrössen hergestellt und gemischt...

auf Lastwagen verladen...

und natürlich mittels Maschinen praktisch automatisch eingebaut. Der Vermesser sagt ja wo's lang geht...

Es wurden zwei Schichten Kieskoffer eingebracht, soweit ich mich erinnere: 45cm dick...

 

Teerbelag

Nun fehlte natürlich nur noch der Belag. Hier wurden zwei Layer zu je 4cm Dicke eingebracht.

 

Camp, Haus, Feste...

Gewohnt haben wir in einem wunderschönen Camp mit Schwimmbad, Tennisplatz, Restaurant, etc. Als junger Schnösel hatte ich bereits ein eigenes Haus und einen 'Boy' für den Haushalt. Das war Super-Klasse...

Hobbys: Kokosnüsse, Schlangen, Motorrad, ...

 

 

Nikolaus in Abidjan - Warum nicht? Die Temperaturen scheinen aber immer noch angenehm gewesen zu sein... (Ausser vielleicht für den Nikolaus und den Schmutzli...)

 

Von der Baustelle und so... gab's natürlich immer viel zu erzählen...

 

Fussball

Ja, wir hatten sogar eine Fussballmannschaft...

Auch bei solchen Gelegenheiten wurde anschliessend immer kräftig gefeiert...

 

Strand- und das andere Leben

Die Elfenbeinküste  ist ein wunderschönes Land

Unten: Zusammen mit Mr. Bumm-Bumm...

 

Yamoussoukro

Präsidentenpalast...

 

Reisen, Ausflüge

Von Abidjan nach Grand Lahou, Sassandra, San Pedro, Soubré usw.

Honda XL 250S - Das zweite Motorrad...

Lagune auf der einen Seite, das Meer auf der Anderen...

 

Vertrauenerweckend oder?

 

Zum Schluss...

Zum Schluss noch eine Landeskarte als Beweis, dass diese Autobahn auch wirklich gebaut wurde. Es war übrigens die erste Autobahn in der Elfenbeinküste  damals...

Mit dem unten eingebetteten Kartendienst von Google Maps könnt ihr euch noch ein wenig in der Elfenbeinküste  herumschauen...

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Mit meiner damaligen Freundin, einem Peugeot 404, meiner neuen Honda XL 500S und unserem Hund Chico fuhren wir nach Abschluss meines Vertrages durch die Sahara zurück in die Schweiz.

Das ist aber eine andere Geschichte...
Die könnt ihr euch hier 'reinziehen'...

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